das gefühl des vermissens ist gewichen. zurückgeblieben sind erinerungen. das grosse interesse ist immer noch da aber emotional ist es anders. etwas ist zuende gegangen und nun ist man bereit für neues. es gab gespräche über die zukunft. gespräche was man im leben nach dem studium möchte und welche pläne man hat. gespräche mit zukunftsangst wobei dieses wort zu mächtig erscheint. man ist eher besorgt welche konkreten pläne und ziele man definieren soll. welche stadt. welches land. die zusage einer bewerbung entscheidet das meist aber man sucht sich das aus worüber man zu glauben denkt das es richtig ist. eines ist jedoch sicher: ich bin es leid zu studieren. nicht das es mir keinen spass macht aber man will geld verdienen. man will in die reale welt. jetzt darf man experementieren, hat ein semester zeit für ein projekt, hat viel freizeit, was super ist aber das ist nicht die reale arbeitswelt. in einer agentur oder studio geht es, so denke ich, etwas anders und härter zu. nun gut. ich weiss einigermassen was zu tun ist und strebe meine ziele an. ansonsten könnte ich ganz viel erzählen, bin jedoch zu faul. bcn ist immernoch eine ständige reizüberflutung. ich komme immernoch an so viel neuen orten, lasse mich von urbaner landschaft und ausstellungen inspirieren und manchmal vergesse ich schon tolle abenteuer weil das nächste nochmal ultimativer gewesen ist. das ist schade weil ich das gefühl habe das man den moment nicht richtig geniesst. spontan fällt mir ein: foto austellung in caja madrid, choirkonzert von guillem, finales projekt von guillem (klassische musikalische umsetzung von kompositionen und ich mit kater weil vorher derbe gefeiert), razzmatazz, apollo, city hall, fabiennes home, fussballspiele in bars, tausend neue menschen die ich schon wieder vergessen habe, uni und ganz krass zur zeit…ich spreche wirklich vier sprachen zur zeit. mit mienen neuen mitbewohner und in der uni nur spanisch, mit guillem mit dem ich öfter abhänge nur englisch, mit meinen mädels deutsch und neuerdings mit ein paar portugiesen portugiesisch. das überfordert mich ein wenig weil ich anfange alle sprachen gleichzeitig zu sprechen, nicht gleichzeitig sondern begriffe und vokabeln einer anderen sprache in die gerade jeweilige gesprochene einzubinden. zudem lebe ich jetzt mit drei argentinier zusammen und fange an deren akzent ins spanien spanisch zu übernehmen. am schlimmsten ist immer noch das portugiesisch das dem spanischen keinen wirklichen platz machen will. nicht zu vergessen das in bcn auch noch catalan gesprochen wird. trotz allem bin ich für alle immernoch italiener bzw. habe ich einen italienischen akzent wenn ich spanisch spreche, einen deutschen wenn ich portugiesisch rede und einen britschen wenn englisch gesprochen wird. wird gesagt, ob stimmt weiss ich nicht. zum glück habe ich wirklich keinen deutschen akzent im englischen. das ist nämlich der hässlichste akzent wenn eine andere sprache gesprochen wird. der schönste akzent für mich gerade ist wenn franzosen spanisch reden. besonders bei frauen komme ich aus dem grinsen nicht mehr raus. vale! lange rede kurzer sinn oder kurze rede langer sinn. einen langen sinn? jetzt: im dunklen zimmer bei tollstem sonnenschein arbeiten…juhu!