May 24, 2010
go! go! go!

endspurt! donnerstag ist die letzte abgabe und dann bin ich FREI FREI FREI!!! was soll ich sagen, ich bin unter Strom wie eh und je. hatte letzten samstag ein shooting mit neun models. das ganze ding ist eine idee teos gewesen, der stylistin die ich von dem letzten videodreh kennengelernt habe. neun freakige stylisten vor einem roten hintergrund habe ich festgehalten. ich hatte keine ahnung was mich erwartete, wusste nicht was das ziel des ganzen war und habe letztendlich doch alles irgendwie gemeistert. einerseits hatte ich einen heidenschiss und habe den coolen geschauspielert obwohl ich innerlich geschrieen habe. andererseits waren so viele menschen da die geholfen haben das sich alle zweifel kompensierten. ich habe vier sprachen gleichzeitig gesprochen und bin wie ein hamster auf koks hin und her gelaufen. das beste am allen war der lernfaktor. ich habe unglaublich viel mitgenommen was mich nocheinmal bestärkt so schnell wie möglich mein studium abzuschliessen und das praktikum in berlin auf jeden und auf koste was es wolle zu bekommen. ich habe einen riesendefizit was studiobeleuchtung angeht. ich weiss vom praktikum bei meinem alten fotgrafenchef schmille davor wie ich licht einsetze das es gut aussieht aber wie ich die technik bediene ist komplettes neuland. natürlich besteht die frage ob ich überhaupt der studiofotograf bin aber ein gewisses know-how möchte ich schon erwerben. es kam aufjedenfall der wunsch auf ein eigenes zu besitzen um einfach die möglichkeit zu haben bestimmte ideen umzusetzen. das heisst wiederum das ich mich mit einer kamera in der hand einfach wohlfühle. dieser stressigste photoshoot den ich jemals hatte hat mir noch deutlicher gezeigt was ich will!!! und das ist ein wohlfuehliges gefühl. darauf hinzuarbeiten fotograf zu werden. was für einer ist egal. aber fotografie ist mein ding verdammtnochmal!!! im prinzip ist es jetzt ganz klar: ich will und werde so viel es geht fotografieren und in diesem bereich dazulernen. werde sparen um mehr equipment anzuschaffen und versuchen davon zu leben. wie einfach das auf einmal klingt. und wie schön es ist diese gewissheit zu haben. trotzdem allem bin ich immernoch an meinem portfolio dran und habe ein neues projekt gestartet was zu einem magazin mutiert welches sich mit geschichten von glücklichen menschen befasst und mit fotografien plus interview in audiovisueller form abgerundet wird. eine kleine idee mit potenzial. die schwierigkeit: ich habe noch nie interviewt und ganz zu schweigen einen artikel geschrieben bzw. eine kurzgeschichte. und das auf englisch. ich sitze gerade daran und zweifle wie so oft. das hält mich aber am leben und es macht spass. auch wenn ich das gefühl habe das mir alles über den kopf wächst wegen abgaben in der uni und zukunftsplanung habe ich das gefühl von zufriedeheit erreicht. das leben hat mir nocheinmal gezeigt das es immer besser ist sich auf neues einzulassen und zu erfahren auch wenn es am ende schlimm auslaufen kann. das letzte shooting war eine mutprobe die ich gemeistert habe. man kann also immer doch mehr als man sich eingesteht. ich distanziere mich von der ästhetik der fotos die irgendwann bald hochgeladen werden aber darum geht es nicht. die erfahrung mit einem team zu arbeiten mit all den schwierigkeiten wie der sprachbarrieren und “nicht-organisation” der spanier hat mir gezeigt das ich so schnell es geht mir ein eigenes team zusammenstelle mit dem ich phatasien, ideen und hirngespinste zu realität werden lasse. nun gut. jetzt muss ich weitermachen. mit masochistischen peitschenschlägen auf dem rücken. bis zum ende des monats will ich alles fertighaben. mein ich feuert mich an!